{Rezension} Märchensommer

03 Mai 2015

amazon


Meine Bewertung: 4 Eulen
Preis: 0,99 €
Format: Ebook
Seitenzahl: 537 Seiten
gekauft bei: amazon










Liebe stand nicht auf ihrem Plan … und ebenso wenig auf seinem.
Jona Montiniere sitzt tief in der Klemme. Genauer gesagt sitzt sie in Handschellen vor dem Jugendrichter. Die smarte Siebzehnjährige, die niemals um eine spitze Bemerkung verlegen ist, hat weder eine teure Uhr noch ein Diamantarmband geklaut – es war nur ein dämlicher Sweater.
Nach zwölf Jahren in einem Jugendheim soll sie nun „zur Strafe“ zu ihrer todkranken Mutter zurückkehren. Schlimmer noch, für die nächsten sechs Wochen muss sie Zwangsarbeit in den Weinbergen einer ihr unbekannten Tante in Frankreich leisten.
Ja genau …
Jona ist fest entschlossen, bei der erstbesten Gelegenheit das Weite zu suchen. Doch irgendwie fühlt sie sich immer mehr zu Julian, dem Krankenpfleger ihrer Mutter, hingezogen. Verspielt, verständnisvoll und so bezaubernd süß, dass sie bei seinem Anblick nur noch Schmetterlinge tanzen sieht, ist er alles, wovon sie immer geträumt hat – doch das würde sie ihm gegenüber natürlich niemals zugeben.
Am Ende der ersten Woche in ihrem neuen Zuhause fragt sie sich schließlich zwei Dinge:
Erstens, wie hat es Julian geschafft, sie nach nur drei Tagen in den Armen zu halten? Und zweitens, wie um alles in der Welt hat er gerade ihre Mutter von den Toten auferweckt …? (Quelle: amazon)



Ich stand vor einem moralischen Dilemma. S.5



Ich brauchte ein paar Seiten, um mich erstmal in das Buch reinzufinden. Das lag daran, dass ich zuerst mit der Protagonistin Jona warm werden musste. Sie ist sehr rebellisch und anderen gegenüber ziemlich aufmüpfig. Sie trägt dazu noch viel Hass mit sich rum. Aber nachdem man die Hintergründe erfährt, kann man ihr Verhalten mehr nachvollziehen. Mit jedem Kapitel fängt ihre Fassade an zu bröckeln. Darunter kommt ein doch verletzliches Mädchen hervor, das einfach gerne geliebt und sich zugehörig fühlen möchte. Julian ist es schließlich, der sie aus ihrem harten Panzer, den sie sich als Heimkind aufgebaut hat, befreit. Ich mag vor allem die männlichen Charaktere von Anna Katmore. Julian gehört auch zu denjenigen, die sehr selbstbewusst und mit einer gesunden Portion Arroganz gesegnet sind^^ Natürlich sieht er dazu auch noch sehr gut aus. Aber auf der anderen Seite ist er doch weich und verletzlich sowie hilfsbereit und ständig für andere da. Mir wurde schnell recht klar, was er für ein Geheimnis haben könnte. Ich habe es sehr genossen der wachsenden Verbindung zwischen ihm und Jona zuzusehen. Sie erlebten einige schöne Momente zusammen, die einen absolut mitreißen. Aber es gab auch schwierige Themen wie die Vergebung von Jona gegenüber ihrer Mutter. Jona verhält sich erschreckend kalt und herzlos ohne die Gründe ihrer Mutter erfahren zu wollen. Ihre Mutter hatte ein schweres Leben und viele falsche Entscheidungen getroffen, aber sie war immerhin ihre Mutter. Das Verhalten war mir an manchen Stellen einfach zu viel. Ich wartete nur auf die Erkenntnis von Jona und fühlte dann mit, als sie endlich kapiert hatte, dass es ihre letzte Chance auf Vergebung wäre.

Die Fantasy Elemente hätten nicht unbedingt sein müssen und ich hatte ständig das Gefühl sie wären fehl am Platz. Auch am Ende wurde mir das einfach zu schnell abgehandelt. Die Liebesgeschichte alleine hätte dem Buch schon gereicht. Es war kein großer Störfaktor, aber einfach nicht nötig. Insgesamt war das Ende sehr schnell vorbei gewesen und mir war vor Jona klar, was sie eigentlich tun musste, um mit Julian zusammen zu bleiben:D Das hat meinem Lesespaß aber kein Abbruch getan und ich habe mich dann am Ende endlich gefreut.
 


Insgesamt war es für mich ein sehr gelungenes Buch, das ich schwer aus der Hand legen konnte. Ich kann es jedem empfehlen, der starke Protagonisten mag, die einige Hindernisse überwinden muss und Lust auf eine schöne Liebesgeschichte hat. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 von 5 Eulen.


Idee: 3,5/5 Eulen
Charaktere: 4/5 Eulen
Humor: 4/5 Eulen
Emotionen: 4,5/5 Eulen
Schreibstil: 5/5 Eulen




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