{Rezension} So geht Liebe

07 Juli 2015

Heyne


Meine Bewertung: 4 Eulen
Preis: € 15,99 [D]
Erscheinungstermin: 29. April 2014
Einband: gebunden
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Heyne fliegt







Mit fünfzehn bringt Reena im Restaurant, wo sie nach der Schule bedient, die Bestellungen durcheinander, sobald Sawyer auftaucht. Sie steht schon immer auf ihn, ist aber viel zu schüchtern, ihm ihre Gefühle zu zeigen. Mit siebzehn kommt sie mit ihm zusammen, irgendwie, es scheint Reena wie ein verrückter Traum. Der ein paar Monate später auch schon wieder vorbei ist, für Reena allerdings nicht folgenlos: Sie ist schwanger – und Sawyer verschwindet ohne ein Wort des Abschieds. Mit neunzehn steht sie ihm im Supermarkt plötzlich wieder gegenüber, und er nimmt sie in die Arme, als sei nichts geschehen. Doch Reena ist jetzt eine andere, sie hat ihre kleine Tochter Hannah, die sie über alles liebt. Sie wird nie wieder auf irgendeinen Typen hereinfallen, der sie dann einfach sitzen lässt. Die Geschichte mit Sawyer ist vorbei – oder? (Quelle: Heyne fliegt

 Katie Cotugno landete bereits auf der Shortlist für den begehrten Pushcart Prize, bevor sie mit SO GEHT LIEBE ihr erstes Jugendbuch veröffentlichte. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin, liebt Mozzarella-Honig-Sandwiches, ihre kleine Schwester und ihren Freund Tom, mit dem sie in wilder Ehe in Boston zusammenlebt.



Zu diesem Buch habe ich eher eine gespaltene Meinung, da es wirklich gute Stellen enthält, aber eben auch viele nervige Situationen aufgetaucht sind.

Die Erzählweise war sehr interessant gemacht, indem die Kapitel abwechselnd aus der Vergangenheit und Gegenwart geschrieben wurden. So konnte man einige Schlüsselsituationen besser verstehen und erklärte das gegenwärtige Verhalten der Charaktere. 

Leider waren mir die Charaktere oftmals unsympathisch und ich konnte deren Entscheidung nicht nachvollziehen. Zu der Protagonistin Reena führte ich eher eine Hass-Liebe, da sie einerseits ziemlich stark ist und ihre Situation gut meistert. Trotzdem merkt man in einigen Situationen noch ihr junges Alter und vor allem ihr früheres-Ich mochte ich wenig. Erst am Ende nimmt sie endlich ihren ganzen Mut zusammen und klärt viele Dinge, die sie auf den richtigen Weg bringen.
Sawyer  war mir zu oberflächlich und man bekam nur wenig Einblicke in seine Persönlichkeit. Die jüngere Version von ihm konnte auf der einen Seite sehr lieb und lustig sein, aber der schlechte Einfluss überwiegt. Ihre Beziehung zu dem Punkt konnte kein gutes Ende nehmen, da sie nicht offen miteinander waren und zu verschiedene Interessen hatten. Man spürte, dass sie sich liebten, aber man wusste bis zum Schluss nicht, ob das reicht. Erwähnenswert sind noch Reenas Stiefmutter und beste Freundin Shelby, die ihr halfen und immer für sie da waren.

Es werden viele schwierige Themen angesprochen mit denen die Protagonistin zu kämpfen hatte. Da geht es zum einen um eine gute Freundschaft, die zerbricht und dazu kommt ein Schicksalsschlag. Reena musste in dem jungen Alter schon den plötzlichen Tod einer Person verkraften, die ihr lange Zeit sehr nahestand. Dazu kommt die erste Liebe, die sehr schwierig war und unglücklich endete. Am Ende war Reena alleinerziehende Mutter mit 17. Aber auch Familie und dazugehörig Religion sind ein Thema, weil Reenas strenger Vater ihr das Gefühl vermittelt, Schande über die Familie gebracht zu haben. Sie musste viel kämpfen, aber bewältigte ihre Situation meisterhaft.




Insgesamt ist es eine emotionale Geschichte, die Themen wie Teenie Schwangerschaft, Familie, Religion, Liebe und Freundschaft sowie den Tod behandelt. Die Umsetzung einiger Charaktere war mir jedoch zu oberflächlich, trotzdem war die Begleitung von Reenas beschwerlichem Leben ein schönes und gefühlvolles Leseerlebnis.


Schreibstil: 4,5 Eulen
Emotionen: 4 Eulen
Charaktere: 3,5 Eulen
Ende: 3,5 Eulen





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